Um dem häufigen Wunsch eines schwerst kranken Menschen, auch in der letzten Lebensphase Zuhause zu bleiben, entsprechen zu können, steht unser Palliative-Care-Team (PCT) bereit. Dieses wird durch unser Koordinationsteam in der Geschäftsstelle unterstützt.

Nach einem ersten Aufnahmebesuch erfolgt, je nach Bedarf, mindestens ein täglicher Besuch durch das PCT. Darüber hinaus steht dem Patienten und seinen Angehörigen das Team 24-Stunden am Tag und sieben Tage die Woche per Rufbereitschaft zur Seite. So können auch Notfall- und Krisensituationen Zuhause behandelt werden und der Weg ins Krankenhaus ist selten nötig.

Im Vordergrund der Versorgung stehen die effektive Schmerztherapie, eine umfassende Symptomkontrolle und psychische Unterstützung, bis hin zur Sterbebegleitung in Ruhe und Würde. Hierbei sind der Wunsch und Wille des Patienten und seiner Angehörigen wegweisend.

Die sogenannte Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) ergänzt die Versorgung durch Haus- und Fachärzte, Pflegedienste, Hospizdienste u.a.

Der erste Ansprechpartner für den Patienten und seine Angehörigen ist in der Regel der Hausarzt. Dieser kann einschätzen, ob eine SAPV das richtige Versorgungskonzept ist und stößt diese dann durch eine Verordnung (Muster 63 der KVNO) an. 

Auch eine Überleitung aus dem Krankenhaus nach Hause oder die unterstützende Versorgung durch unser Team in einem Pflegeheim sind möglich.

Gesetzlich Versicherte haben einen gesetzlichen Leistungsanspruch (nach SGB V, §§ 37b und 132d) auf die SAPV, wenn sie unter einer unheilbaren, fortgeschrittenen und fortschreitenden Erkrankung leiden, ihre Lebenszeit dadurch begrenzt wird und wenn ein besonders hoher Versorgungsaufwand besteht. 

Das Palliative-Care-Team setzt sich für den bestmöglichen Erhalt der Lebensqualität von Patienten mit nicht heilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankungen ein.